Internationale Jugendbewegung: Verändere die Welt mit der Macht der Ideen
Eine weltweite Bewegung junger Menschen, die das nächste Paradigma der Zivilisation aufbaut — Frieden durch Entwicklung und die schöpferischen Kräfte des menschlichen Geistes.
Helga Zepp-LaRouche
Gründerin des Schiller-Instituts
Noch nie war der Fortbestand der Menschheit so sehr in Gefahr wie in diesem Augenblick, nicht einmal im Kalten Krieg oder während der Kubakrise.
Dr Naledi Pandor
Ehemalige Außenministerin, Südafrika
Die weltweiten Ereignisse der vergangenen zwei Jahrzehnte haben unter den Bürgern unserer globalen Gemeinschaft, denen die Welt am Herzen liegt, Verzweiflung und große Sorge ausgelöst.
Noch nie war der Fortbestand der Menschheit so sehr in Gefahr wie in diesem Augenblick, nicht einmal im Kalten Krieg oder während der Kubakrise. Die beiden regionalen Kriege in der Ukraine und im Iran eskalieren beide zu etwas, das zu einem globalen Atomkrieg werden könnte.
Das Völkerrecht wird für „überflüssig“ erklärt oder gar zum Hindernis für einen falsch verstandenen Begriff von Souveränität. Diplomatie und Verhandlungen werden zugunsten militärischer Lösungen verworfen. Die Weltwirtschaft gleitet in eine Depression ab, die mit jener der 1930er Jahre vergleichbar ist, das globale Finanzsystem ist hoffnungslos überschuldet.
Auf der anderen Seite versuchen die Länder des Globalen Südens, sich zu befreien, indem sie die Ära von 500 Jahren Kolonialismus überwinden und die gesamte Wertschöpfungskette im eigenen Land entwickeln wollen. Auf dem ersten asiatisch-afrikanischen Gipfel, der Bandung-Konferenz von 1955, warnten der indonesische Präsident Sukarno, der indische Premierminister Jawaharlal Nehru und der chinesische Außenminister Zhou Enlai davor, dass der Kolonialismus in seiner modernen Form fortbesteht. Heute, 71 Jahre später, ist das unter anderem in Gestalt des Finanz- und Handelssystems noch immer der Fall.
Umso dringender ist es daher, die alte, zerfallende Ordnung durch eine neue globale Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur zu ersetzen, die die Interessen jeder Nation auf diesem Planeten berücksichtigen muss.
Die Jugend der Welt wird durch das gegenwärtige System ihrer Zukunft beraubt. Es ist daher ihr unveräußerliches Recht, nicht nur ihre Stimme hörbar zu machen, sondern international eine kraftvolle Rolle zu spielen, um die Zukunft zu gestalten, die sie verkörpert. Wenn sich die jungen Menschen zu einer Bewegung junger Weltbürger vereinen, kann diese wichtigste Schlacht in der Geschichte der Menschheit gewonnen werden.
Lasst nicht zu, dass alles, was die menschliche Gattung je hervorgebracht hat, alle großen Entdeckungen und Erfindungen, alle schönen Schöpfungen der Musik, der Dichtung, der Malerei und anderer Kunstformen zerstört werden, nur weil eine Oligarchie die Kontrolle über die Welt behalten will. Erfüllt eure Herzen und euren Geist mit Liebe zur Menschheit, und ihr werdet die Architekten einer neuen Ära der Menschheit sein!
Die weltweiten Ereignisse der vergangenen zwei Jahrzehnte haben unter den Bürgern unserer globalen Gemeinschaft, denen die Welt am Herzen liegt, Verzweiflung und große Sorge ausgelöst. Der Konflikt zwischen der Ukraine und Russland, der andauernde Völkermord des Apartheidstaates Israel in Gaza und in den besetzten palästinensischen Gebieten, der Krieg im Sudan und der Völkermord in Darfur sowie der lange Krieg im Osten der Demokratischen Republik Kongo haben von den Bewohnern dieser Gemeinschaften einen furchtbaren Tribut gefordert.
Weiteres Elend für die Ärmsten unserer Welt entstand durch die Umleitung von Entwicklungsgeldern in Militärausgaben und durch das Wachstum der Rüstungsindustrie und der Verteidigungshaushalte. Positive Initiativen wie die Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen wurden ignoriert und vergessen. Diese Ziele hätten die Armut in der Welt halbiert und die Ungleichheit drastisch verringert.
All diese Ereignisse haben zu einem verheerenden Rückgang der Achtung vor dem Völkerrecht und vor den internationalen Verträgen und Konventionen geführt, die die Armen und Schwachen schützen. Institutionen wie die Vereinten Nationen und ihre verschiedenen Mechanismen bieten keinen Schutz vor Schaden mehr und kämpfen zudem selbst ums Überleben.
Die einzige Hoffnung für die Zukunft ist unsere Jugend. Junge Menschen, die sich zu Toleranz, Demokratie, Frieden und Entwicklung bekennen. Die Jugend von heute muss die Geopolitik der Gegenwart studieren und sich verpflichten, es weit besser zu machen, wenn sie die Gelegenheit zur Führung erhält. Unsere Jugend sollte sich auf Entwicklungsprioritäten wie die Ziele für nachhaltige Entwicklung und Afrikas Agenda 2063 konzentrieren.
Indem sie sich auf Entwicklungszusammenarbeit und den Aufbau von Entwicklungspartnerschaften konzentriert, kann unsere Jugend helfen, eine bessere Welt aufzubauen.
Das Völkerrecht ist entscheidend für den Aufbau dauerhafter Beziehungen zwischen Nationen und Gemeinschaften. Die Jugend sollte die Achtung des Völkerrechts unterstützen und starke Rechenschaftsmechanismen schaffen, um die Einhaltung des Völkerrechts zu fördern. Im Mittelpunkt internationaler Zusammenarbeit und des Handels sollten faire Kooperation und fairer Handel stehen.
Unter der Führung von Ikonen wie Nelson Mandela hat Südafrika gezeigt, dass es den Menschen möglich ist, eine bessere Welt aufzubauen. Die Jugend von heute und morgen sollte sich am Beispiel Mandelas und seiner Weggefährten orientieren, wenn sie danach strebt, eine Welt zu schaffen, die Menschenwürde, soziale Gerechtigkeit, Frieden und Demokratie verfolgt.
Joint Statement for the Formation of the Global Youth Movement for a Just World Order and New Paradigm
We, the youth of the world, believe that our generation has a responsibility unlike any before it. We have inherited a world filled with incredible scientific achievements, yet millions of us still live in poverty, wars continue to divide nations, and too many people are denied the opportunity to reach their full potential. We refuse to believe that these problems must define our future.
What makes humanity unique is not our wealth, military power, or natural resources. It is our ability to think, discover, and create. Every great step forward in history began with an idea. From agriculture and medicine to electricity and space exploration, human creativity has allowed civilization to overcome challenges that once seemed impossible. The greatest resource any nation possesses is its people and their ability to improve the world through knowledge and innovation.
We believe that every nation has something valuable to contribute. No country should be treated only as a source of raw materials, cheap labor or political influence. No country should be marginalized based on tribe or race. Every nation is home to people with talents, ideas, and dreams that deserve the opportunity to flourish. A just world order must promote education based on creative reason, scientific research, technological progress, and economic development so that every person has the chance to contribute to humanity’s future.
True peace is more than the absence of war. It is a world where people have access to food, clean water, healthcare, education, and meaningful work. It is a world in which nations cooperate instead of competing through conflict and exploitation, recognizing that the progress of one nation can benefit all.
Our generation also has the responsibility to break the cycle of hatred and violence that has been passed down for far too long. The divide between nations based on race or color, economic exploitation, or any other arbitrary difference should stop. Violence has too often been answered with more violence, creating new generations of pain and division. Many have erroneously believed that retribution is a sign of strength while diplomacy is a sign of weakness. That cycle must end with us! We choose cooperation over conflict, dialogue over hatred, and hope over despair. As many are warning today, including such as General (ret.) Harald Kujat, former Inspector General of the German Armed Forces and Chairman of the NATO Military Committee, the world is in a situation similar to that of August 1914. But the joining of the U.S.-Israeli war of aggression against Iran to the NATO proxy war against Russia, the world’s greatest nuclear weapons power, threatens destruction far worse than World War I, including the possible elimination of human civilization itself. The insane commitment by Western governments and institutions to perpetuate this war, even to the point of the use of nuclear weapons, must be stopped now, before we lose absolutely everything in a hellfire. The need for voices of reason to speak in unison, to challenge the irrationalism of “might makes right,” has never been greater.
These conflicts, as well as the wars on the African continent plaguing the innocent citizens of Sudan, the Democratic Republic of the Congo, and many other populations, remind us that a single miscalculation can cause catastrophic consequences for millions of people. At the same time, the unjust war in the Middle East has contributed to instability in global energy markets, disrupted trade routes, and increased the risk of economic shocks that affect both developed and developing nations. Rising fuel prices, inflation, and food insecurity due to the disruption of the fertilizer industry are causing famine. You may be traveling, but people in many developing nations have packed their cars away, unable to cope with rising fuel prices. You may be eating your daily bread, but many of us are not.
The world is a global village. Conflicts that rise in one part of the world often create a ripple effect through a disproportionate share of economic consequences in the other parts of the world. This reality demonstrates that lasting peace cannot be achieved through military power alone. It must be built upon economic development, scientific advancement, technological innovation, mutual respect among nations, and a shared commitment to solving humanity’s common challenges.
There is only one realistic path toward safeguarding world peace: the international community must urgently place the creation of a new global security and development architecture at the center of its agenda and work collectively to establish a renewed framework for international relations. This framework should be firmly grounded in the principles of the United Nations Charter, the Five Principles of Peaceful Coexistence, and the lessons of the Peace of Westphalia, which demonstrated that lasting peace can only be achieved when the legitimate interests and concerns of all parties are recognized and respected.
In essence, the principle of indivisible security must once again become a cornerstone of international relations. Alongside the Schiller Institute’s proposal for a new global architecture, outlined in Helga Zepp-LaRouche’s Ten Principles of a New International Security and Development Architecture, China has also put forward a broad vision through its four global initiatives, particularly the Global Governance Initiative, which represents one of the most comprehensive contributions to the discussion on building a more cooperative, secure, and development-oriented international order. Initiatives such as the Belt and Road, the construction of major enablers of economic development such as ports, roads, and high speed rail coincide with the Schiller Institute’s proposal of the World Land-Bridge, a global vision of using interconnected continental development corridors to eliminate poverty.
Among the elements of that vision are the African continental high-speed rail network included in the African Union’s Agenda 2063; the expanded LaRouche Oasis Plan, a fifty-year development plan for Palestine, Israel, and the entire region focused on nuclear desalination, canals, and transport; the Transaqua Project to transfer water from the Congo River to refill Lake Chad, which would benefit 40 million people in 12 nations and provide the basis for the development of the entire Central African region; the Bioceanic Corridor, a high-speed railway linking Peru’s Chancay Port, the most advanced deep water port in South America, to the Atlantic coast of Brazil; NAWAPA-PHLINO, the North American Water and Power Alliance and the North-West Hydraulic Plan of Mexico, a combined continental water-management project designed to transfer water from Alaska through Canada, the western United States, and Mexico; and the Bering Strait Tunnel, a 53-mile underwater tunnel to connect North America to Eurasia by rail.
How beautiful will it be for the youth to participate in these beautiful ideas and projects that will shape the coming fifty years of humanity.
As the youth of the new International Youth Movement, we are committed to taking our vision beyond words and into the world’s most influential decision-making platforms. We will actively present our ideas and advocate for a new paradigm of peace through development. We direct our call for a new paradigm of peace through development to the participants of the various upcoming intergovernmental summits of 2026 and 2027, including the August Shanghai Cooperation Organization (SCO) Conference, the September United Nations General Assembly, the September BRICS Summit, whose participants represent the majority of the population of the youth in the world, and February’s 40th African Union Summit, reflecting the largest youth population in the world, predicted to reach 42% of the world youth population by 2030. Heads of state, policymakers, international organizations, business leaders, academics, and fellow young people, it is time to embrace science, technology, economic cooperation, and human centered development as the foundation for lasting peace. We believe that the voices of young people must not merely be heard—youth leaders must definitively shape the policies that will determine their own future. We therefore call on governments and international organizations to adopt the necessary principles and policies outlined in this document, and others that are necessary to bring this vision into reality, in the immediate term.
The youth believe that the future will be shaped not by fear, but by our willingness to work together for the common good. Thank you.
Die heutige Krise Afrikas vom Standpunkt der Universalgeschichte betrachtet
Auszug aus der Rede von Lyndon H. LaRouche jr. am 26. April 1997 auf der Konferenz des Schiller-Instituts „Frieden durch Entwicklung in der Region der Großen Seen Afrikas“ in Walluf. Erstveröffentlichung in EIR, Bd. 24, Nr. 22, 23. Mai 1997.
Lyndon LaRouche spricht vor afrikanischen Diplomaten und Gästen auf der Konferenz des Schiller-Instituts „Frieden durch Entwicklung in der Region der Großen Seen Afrikas“, Walluf, 26. April 1997. EIRNS/Christopher Lewis
Obwohl ich mich für viele dieser Themen interessiere und an vielen der heute zu erörternden Fragen beteiligt bin, hielt ich es für angemessener, das eine Thema anzusprechen, das sonst niemand ansprechen würde: die Lage in der Welt, die die Lage in Afrika bestimmt.
Nun bitte ich Sie, für einen Moment nicht mehr Afrikaner zu sein und auf den Gipfel eines Berges zu steigen, von dem aus Sie in der Ferne sowohl die ganze Breite der Bevölkerung dieses Planeten sehen können als auch mehrere hundert Jahre in seine Vergangenheit blicken können. Und betrachten Sie die Lage, in der wir uns befinden; schauen Sie auf diesen Planeten hinab, auf dem Sie zufällig leben, aber bleiben Sie eine Weile auf dem Berggipfel und fragen Sie: Was geht auf der ganzen Welt vor sich?
Betrachten wir Afrika, seine Entwicklung und seinen heutigen Schmerz im Lichte dessen, was auf der ganzen Welt geschieht. Und was Sie sehen, ist: Diese planetare Zivilisation zerfällt!
Wir stehen am Rande — genauer gesagt, mitten im Prozess — des größten Finanzkollapses der gesamten Menschheitsgeschichte, weltweit. Wir sind an dem Punkt, an dem die Währungssysteme aller Länder, mit der möglichen Ausnahme Chinas, an einem beliebigen Morgen zerfallen können. Das heißt, es könnte eine Kettenreaktion in der Finanzspekulation geben, die innerhalb von 48 bis 72 Stunden jede Währung und jede Bank auf diesem Planeten vernichten kann — einfach weil alles einfriert; Geld ist wegen des Kollapses nicht mehr handelbar. Das kann geschehen.
Präsident Franklin Roosevelt in Liberia, 1943 — aus demselben EIR-Artikel.Godfrey Binaisa, ehemaliger Präsident Ugandas — aus demselben EIR-Artikel.
Weiterlesen — die vollständige Rede zeichnet das Wesen des Menschen als Geschöpf der Ideen nach und Afrikas Platz in der Universalgeschichte.Auf larouchepub.com lesen ↗
Schauen Sie auf die Vereinigten Staaten der letzten 30 Jahre. Der Lebensstandard einer typischen Familie—das physische Konsumniveau—ist halb so hoch. Die Qualität der medizinischen Versorgung ist ebenfalls etwa die Hälfte. Das Bildungsniveau liegt bei etwa null im Vergleich zu früher. Die heutigen Universitätsabsolventen sind eine andere, minderwertigere Spezies—und die waren vor 30 Jahren schon ziemlich schlecht. Sie haben fast den Tiefpunkt der britischen Königsfamilie erreicht.
Sehen Sie sich Europa an. Die großen Industrien, die einst existierten. Die großen Banken. Die Schweizer Banken. Das mächtige Japan. Wir sehen auf diesem ganzen Planeten eine Desintegration der Zivilisation. Die ehemalige Sowjetunion. Der Nahe Osten. Eine sterbende Zivilisation. Und Afrika, wo Prinz Philip 1961 sich verpflichtete, die Bestien zu verteidigen—seine angeblichen Verwandten, die Gorillas von Ruanda. Das ist seine Vorstellung vom Menschen.
Was bedeutet das? Bevor wir zu Afrika zurückkehren—was bedeutet das für diese Zivilisation, in der Afrika gefangen ist?
Was ist der Mensch?
Prinz Philip Mountbatten, Gemahl der britischen Königin Elisabeth II. Gemeinfrei
In Zentralafrika sinkt die Lebenserwartung—selbst ohne Völkermord. Halb besiegte Krankheiten kehren zurück: Lassa-Fieber, Ebola, HIV wüten. Hungersnöte senken die Lebenserwartung. Schauen Sie auf die letzten 400-500 Jahre. Und auf die letzten 30 Jahre.
In den letzten 30 Jahren erlebten wir den Abstieg von einer Zivilisation, die die Macht des Einzelnen steigerte, die Lebenserwartung erhöhte, den Lebensstandard steigerte—und in den letzten 30 Jahren wurde alles schlechter. War es ein Akt Gottes? Der Komet Hale-Bopp? Oder war es der Wille des Menschen, der die Zerstörung der Zivilisation herbeiführte?
Die Menschheit ist kein Tier. Wir sind Geschöpfe des Geistes. Wir sind nach dem Bilde Gottes geschaffen. Wir haben die Macht, Herrschaft im Universum auszuüben. Wir können die Bedingungen im Universum verändern—unsere Zahl vermehren, unsere Gesundheit verbessern, unseren Geist entwickeln. Wenn etwas mit der Menschheit schief geht, hat sie es sich selten nicht selbst zuzuschreiben.
Wie lebt die Menschheit in Beziehung zum Universum? Durch Ideen. Die Sprache wurde nicht auf uns herabgelassen; sie wurde entwickelt. Eine ganze Reihe von Entdeckungen spiegelt sich in der Evolution der Sprachen wider. Es sind Erfindungen.
Hier in Deutschland gab es vor etwa 500.000 Jahren in der Harz-Region eine Art Zivilisation. In einer Harz-Mine wurden Artefakte menschlicher Existenz entdeckt—ein perfekt ausbalancierter Wurfspeer aus Hartholz. Das ist zwei Eiszeiten vor unserer Zeit. Aber all diese alten Zeiten sind im Nebel verloren, jenseits der letzten sechs- bis siebentausend Jahre menschlicher Existenz.
Speicher der Ideen
All diese Tausende und Hunderttausende von Jahren zuvor haben unsere Vorgänger Entdeckungen gemacht, die an ihre Kinder weitergegeben wurden. Diese Entdeckungen—Sprache und all das andere—nennen wir Ideen. Die Menschheit ist ein Geschöpf der Ideen. Viele Gesellschaften scheiterten, weil ihnen eine notwendige Idee fehlte. Andere entdeckten die Idee zur Lösung. Dieser Speicher aller menschlichen Errungenschaften ist nun in Menschen aus allen Teilen des Planeten verkörpert—das gemeinsame Erbe der gesamten Menschheit.
So existieren wir. Wir wurden nicht gestern geboren und eroberten den Planeten. Wir existieren, weil unsere Vorgänger Ideen entwickelten und praktizierten, die uns als Erbe gegeben wurden. Wenn die Zivilisation zusammenbricht, sollte man die Ursache nicht an einem bestimmten Ort suchen. Die Krankheit der Desintegration ist nahezu überall.
Wie geschieht das? Menschen regieren sich durch ihren Geist—Ideen, Meinungen, Praxis. Irgendetwas ist im Kopf der Menschheit furchtbar schief gelaufen. Dass wir vor 30 Jahren schlechte Ideen akzeptierten, war möglich wegen Mängeln in der vorherigen Weltzivilisation. Wir sehen eine Zivilisationskrise—und dann kann man Afrika verstehen.
Wo stehen wir heute?
Die Uhr steht fast auf Mitternacht. Ich weiß nicht an welchem Tag oder in welcher Woche dieses System zusammenbrechen wird, aber es wird bald sein. Nicht in zehn Jahren, nicht in fünf—es wird bald sein. Der Zusammenbruch wird eintreten, während Präsident Clinton noch im Amt ist. Nichts kann das Finanzsystem retten. Nichts kann den IWF retten. Es ist die Titanic—bereits leckgeschlagen, sinkend. Wenn die Menschheit nicht von der Titanic steigt, wird sie mit ihr untergehen.
So etwas haben wir früher in der Geschichte gesehen—der Rand eines finsteren Zeitalters. Afrika hat mehrere finstere Zeitalter erlebt. Massensterben. Zusammenbruch der Lebenserwartung. Das sehen wir jetzt auf planetarer Ebene.
Infolge der technologischen und geistigen Veränderungen der letzten 500 Jahre, von Europa ausgehend, stieg die Weltbevölkerung von mehreren hundert Millionen auf fünf Milliarden in etwa 500 Jahren. Die größte Verbesserung der demographischen Merkmale in der gesamten bekannten Menschheitsgeschichte. Die heutige Bevölkerung ist das Ergebnis dieser Anhäufung von Institutionen der modernen Nationalstaatswirtschaft.
Es war die staatliche Entwicklung der Infrastruktur, die staatliche Förderung der öffentlichen Bildung. Erst die allgemeine Sekundarschule im 19. Jahrhundert, dann der Zugang zur Universität im späten 19. und 20. Jahrhundert. Das Recht auf Universitätsbildung existierte in den USA nicht bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs—der GI Bill of Rights.
Verantwortung des Nationalstaats
Von diesem Ideengebäude, dieser Bildung hängt das Bevölkerungsniveau ab. Ohne den Nationalstaat existiert das nicht. Es ist die Verantwortung des Nationalstaats, für das gesamte Territorium und die gesamte Bevölkerung zu sorgen—Bildung für alle bereitzustellen. Ohne den Nationalstaat geschieht das nicht.
Die Verantwortung der Regierung ist, die Wirtschaft zu lenken—nicht zu privatisieren. Privatinitiative ja—aber die Bedingungen dafür müssen geschaffen werden. Ohne Eisenbahnen, Straßen, Energie, Wasserwirtschaft, Bildung, Regulierung ist das nicht möglich. Ohne die Institution des Nationalstaats—was geschieht mit dem Bevölkerungsniveau?
Wir haben jetzt künstliche Hungersnöte auf diesem Planeten—auferlegt durch die Politik des IWF, der Weltbank und anderer Institutionen. Afrika könnte sich mit seinem vorhandenen Land mehr als selbst ernähren, hätte es Nationalstaaten und Entwicklung. Der Zusammenbruch der Möglichkeit menschlicher Existenz bedeutet eine Verringerung auf etwa 20% des heutigen Niveaus innerhalb von zwei Generationen—zurück auf das Niveau des 14. Jahrhunderts.
Sie sehen das gerade jetzt in Afrika geschehen.
In Zaire zum Beispiel. Zaire zerfiel auf Befehl des IWF an Mobutu. Keine Armee, keine Verwaltung. Lassen Sie das Land zerfallen. Lassen Sie die Diamantenhändler, die Metallkonzessionen, die Gold- und Ölkonzessionen sich Stück für Stück nehmen. Richten Sie Enklaven ein—bewacht von Söldnern, nicht von der Regierung.
Und das übrige Territorium, mit einer Ausnahme, ist Niemandsland, wo wilde Banden einander jagen. Mit einer Ausnahme: das schöne Hochland um den Viktoriasee, wo Europäer sich gerne niederlassen würden. Leider ist dieses schöne Land von Afrikanern überbevölkert, die beseitigt werden können—um Platz für die Häuser der Europäer zu machen.
Das ist das Chaos, das neue finstere Zeitalter—wie das Ende des Römischen Reiches oder der Bankenzusammenbruch Mitte des 14. Jahrhunderts. Der Zusammenbruch Afrikas ist ein Warnsignal für den gesamten Planeten, solange wir uns nicht von den Ideen befreien, die für den globalen Kollaps verantwortlich sind.
China hat sich enorm verbessert
Der einzige Teil des Planeten, wo dies signifikant umgekehrt wurde, ist unter der Führung des kürzlich verstorbenen Deng Xiaoping in China. China hat sich in den letzten etwa 15 Jahren enorm verbessert—mit vielen Widersprüchen, aber deutlich verbessert. Es ist der einzige Teil des Planeten mit signifikanter Verbesserung in den letzten 30 Jahren.
Der Rest des Planeten ist eine Katastrophe, und die Katastrophe liegt in den Ideen in den Köpfen einflussreicher Leute. Wie viele verteidigen heute neo-malthusianische Ideen? Dass Elefanten wichtiger seien als Menschen? Dass Gorillas wichtiger seien? Das ist eine Idee.
Also tötet man Menschen, um ein unbedeutendes Bakterium zu schützen. Jemand entdeckt einen Mikroorganismus und erklärt ihn für 'gefährdet'. Was tut man den Menschen an, um diese Art zu schützen? Das ist eine der Unmoralitäten.
Alles andere dasselbe. Freihandel: das Recht einer Nation zerstören, sich zu schützen. In jedem afrikanischen Land—will man eine Industrie aufbauen? Die Regierung schützte sie früher durch Handelsabkommen gegen ausländische Konkurrenz. Ohne Schutz bleibt man zurück.
Der ehemalige Präsident Ugandas, Godfrey Binaisa, spricht auf einem FDR-PAC-Forum über Afrika mit Lyndon LaRouche in Washington, D.C., 25. Januar 1997. EIRNS/Stuart Lewis
Nun, wie wird die Menschheit gezwungen, neue Ideen zu entwickeln?
Wir glauben bestimmte Dinge, handeln danach. Dann funktioniert das System nicht mehr. Derselbe Geist, der an die alten Ideen glaubte, erkennt eine Tatsache, die zeigt, dass das alte System nicht funktioniert. Das ist ein Paradoxon. Der Geist ist gezwungen, seine schöpferische Kraft einzusetzen, um eine neue Entdeckung zu machen und danach zu handeln.
Dieses System geht zu Ende
Die Menschheit kommt an einen solchen Punkt. Das System des Freihandels, des Malthusianismus, dieses Parasitentums geht zu Ende. Derselbe Geist, der das System und seine Regeln wahrnimmt, erkennt auch, dass das System als Ganzes nicht funktioniert. Niemand von Bedeutung in der Führung der Nationen bestreitet—zumindest privat—dass dieses System in seiner gegenwärtigen Form einem unmittelbaren Ende entgegengeht.
Springen wir kurz, um die Politik für Afrika zu betrachten. Wie mein Freund Godfrey Binaisa sagen würde: Dies ist der 'Rhodes-Plan' unter König Eduard VII.—Afrika von seinem 'Überschuss' an Afrikanern zu entvölkern. Ein paar behalten als Diener. Die Elefanten schützen für das Vergnügen der britischen Aristokratie. Den Rohstoffreichtum Afrikas unangetastet für die Europäer bewahren.
Genau das geschieht. Die Afrikaner werden eliminiert—mit etwas raffinierteren Methoden als Hitler, aber ebenso wirksam: Konflikte, Hungersnöte, Krankheiten, IWF-Konditionalitäten. Die natürlichen Ressourcen nehmen—Gold, Öl, Diamanten. Ein paar ausgewählte Grundstücke wie Ruanda und Burundi, zum Verkauf an reiche Europäer bestimmt.
Warum tun sie das?
Dies geschieht besonders in den letzten zwei Jahren, seit Anfang 1995 massiv. Die Leute in London erkennen, dass der finanzielle Zusammenbruch unvermeidlich ist. Nichts kann getan werden, um das internationale Finanzsystem zu retten. Also: Bereiten wir uns vor. Sie übernehmen die Kontrolle über die weltweite Nahrungsmittelversorgung und die Rohstoffe. Lassen Sie das Geld verschwinden, die Banken untergehen, die Grenzen fallen.
Laut LaRouche versuchte Prinz Philip „seine angeblichen Verwandten, die Gorillas von Ruanda, zu verteidigen—das ist seine Vorstellung vom Menschen." CC/Cai Tjeenk Willink
Wie Afrika die Welt verändern kann
Gibt es eine Lösung?
Ja. Die Lösung erfordert Macht—globale Macht. Und Ideen, die dieser Macht aufgezwungen werden müssen. Einschließlich der Idee, was in Afrika geschieht. Wie Afrika helfen kann, die Welt zu verändern.
Die Macht liegt im Wesentlichen an zwei Orten. 1988 legte ich eine Politik für den bevorstehenden Zusammenbruch des Sowjetsystems vor. Ich hielt diese Rede in Berlin am 12. Oktober 1988. Ich sagte, das Warschauer-Pakt-System stehe vor der Auflösung; die Wiedervereinigung Deutschlands sei in Sicht. Das Gebiet von Paris über Wien nach Berlin—zurück über Lille nach Paris—ist historisch die größte Dichte an Werkzeugmaschinen-Designkapazität auf diesem Planeten.
In den meisten afrikanischen Ländern gibt es keine Werkzeugmaschinenkapazität. Nur in Südafrika existiert nennenswerte Kapazität in ganz Afrika. Diese Kapazität muss mit den Bevölkerungsmassen Asiens verbunden werden. Wir müssen die Ressourcen der ehemaligen Sowjetwirtschaft mobilisieren.
Etwas anderes geschah. Helga schlug 1989, als ich im Gefängnis war, das 'Europäische Produktive Dreieck' vor. Das Zentrum Europas muss sich mobilisieren, um den Planeten zu transformieren—die Ressourcen der ehemaligen Sowjetunion mit Mitteleuropa nutzen, um Technologie in die Dritte Welt zu bringen. Die Idee der 'Spiralarme'—wie bei Galaxien—muss in Entwicklungskorridoren vom Atlantik zum Pazifik, zum Indischen Ozean, nach Afrika reichen.
Es funktionierte nicht ganz so—aus politischen Gründen. Aber China griff dies auf und nannte es die 'Seidenstraßen-Politik'. Statt von Mitteleuropa auszugehen, treibt nun China als Entwicklungsland dieselben Spiralarme zurück nach Europa.
Henry Careys Eisenbahnprojekt
Library of Congress
Der politische Führer der patriotischen Fraktion der USA nach Lincolns Ermordung war Henry Carey aus Philadelphia. Carey schlug mit seinen Freunden in Europa den Bau eines Eisenbahnnetzes vom Atlantik zum Pazifik und zum Indischen Ozean vor.
Daran beteiligt waren vor der Jahrhundertwende Japan (bis 1894 Verbündeter der USA gegen Großbritannien) und Sun Yat-sen (Schützling der USA, Feind Großbritanniens), der Vater des modernen China.
Die Idee war, diese Kräfte zu vereinen, um Zentralasien zu entwickeln und das industrielle Potenzial der USA und Mitteleuropas nach Asien zu bringen. Als Reaktion organisierten die Briten den Ersten Weltkrieg und brachten Hitler 1933 in Deutschland an die Macht—um dies zu verhindern. Der natürliche Impuls Deutschlands seit 1876-1879 geht in diese Richtung.
Nun haben die Chinesen dies aufgegriffen. Und die Briten sind entschlossen, es zu zerstören—sie führen einen virtuellen Krieg gegen China, gegen mich und versuchen, Präsident Clinton zu zerstören.
Hier ist die Politik: Die Dänen schlossen sich ihren britischen Herren an, um China wegen Menschenrechten anzugreifen. Zur Widerlegung des Betrugs, die USA hätten die dänische Resolution unterstützt—es war eine britische Erfindung. Die USA dementierten sofort.
Diese Woche fand in Moskau ein Treffen zwischen den Präsidenten Chinas und Russlands statt. Ein historisches Abkommen wurde erreicht: Russland wird mit China und den zentralasiatischen Nationen, einschließlich Iran, an großen Entwicklungsprojekten teilnehmen. Indien versucht, sich anzuschließen.
Die Reaktion: Präsident Clinton, Außenministerin Albright und Japans Hashimoto befürworteten diese Zusammenarbeit zwischen der ehemaligen Sowjetunion und China.
So entsteht das Land-Brücken-Projekt—die Möglichkeit einer wirtschaftlichen Erholung für den Planeten. Diese Politik wird vom Präsidenten der USA unterstützt.
Der Maastrichter Selbstmordpakt
Europa funktioniert derzeit nicht. Die Europäer konnten keine Entscheidung zum Balkan treffen. Maastricht ist ein Selbstmordpakt—wie Seneca in der Badewanne, der sich mit vielen Schnitten das Leben nimmt. Man nennt sie Haushaltskürzungen. Frankreich wird zerstört, Deutschland wird zerstört—von eigener Hand! Europa funktioniert nicht.
Präsident Edwin Barclay von Liberia (rechts) und Präsident Franklin D. Roosevelt während des Zweiten Weltkriegs, 1943. FDR-Bibliothek
Abgesehen vom Britischen Empire—das immer noch existiert. Das British Commonwealth ist das Britische Empire. Großbritannien wird von einem Privy Council kontrolliert, der Agentur einer Oligarchie, die die Königsfamilie als ihren Dogen nach venezianischem Vorbild ausgewählt hat.
Das Britische Empire mit seinen Finanziers, Großkonzernen, Ostindien-Kompanie-Relikten kontrolliert das gesamte Commonwealth—seine Regierungen, Finanzen und Außenpolitik.
Das ist die feindliche Macht. Die einzige Macht, die widerstehen kann, ist eine Kombination der US-Regierung und Chinas mit anderen Ländern. Wir brauchen große Infrastrukturprojekte auf der ganzen Welt, um die letzten 30 Jahre umzukehren und die Ungerechtigkeit des Kolonialismus zu beseitigen. Roosevelt hätte es versucht, wenn er gelebt hätte.
Zweitens müssen wir die Ursache unserer Not beseitigen—den großen finanziellen, monetären und wirtschaftlichen Zusammenbruch.
Jeder kennt Unternehmen, die in Konkurs gehen und reorganisiert werden. Dieses System ist bankrott. Regierungen müssen die Banken in Konkurs schicken und ein neues Geldsystem schaffen, das den großen Entwicklungsprojekten entspricht.
Wir stehen vor einer Katastrophe. Sie müssen handeln. Wenn Sie nicht handeln, werden Milliarden sterben. Keine Zeit für Diskussionen. Das Schicksal der Menschheit hängt von wenigen mächtigen Entscheidungsträgern ab.
Die einzigen, die das tun können, sind die Partner eines Abkommens zwischen dem US-Präsidenten und China—genug Macht, um das IWF-System zu brechen.
Es gibt noch eine weitere Zutat. Intellektuell gibt es Spezifikationen, die das System zum Funktionieren bringen. Wo finden wir die Leidenschaft zu handeln? Es ist das, was im Griechischen agapē heißt. Wenn Sie eine Entdeckung machen, müssen Sie Ihre Konzentration aufrechterhalten, eine emotionale Kraft entwickeln, um bei dem Problem zu bleiben, bis Sie eine Lösung finden. Ein Computer hat keinen Intellekt! Es ist Leidenschaft.
Die Leidenschaft Afrikas
Sprechen wir von der Leidenschaft Afrikas. Die Leidenschaft Afrikas kann Regierungen antreiben, diese Krise zu lösen—die vorhandenen Ideen zu nutzen und sie Wirklichkeit werden zu lassen.
Was ist Afrika? In den USA scheint sich niemand mehr in den Regierungen um Afrika zu kümmern. Es gibt keine Wählerschaft für Afrika. Sie kann jedoch geschaffen werden—das ist eine der Aufgaben, an denen wir arbeiten.
Der Horror dessen, was in Afrika geschieht, muss den Regierungen klargemacht werden. Die Tatsache, dass die Nationen zulassen, dass dies weitergeht, ist eine Verurteilung ihres Gewissens. Wenn Sie dies weiter zulassen, haben Sie nicht die Moral, sich selbst vor der kommenden Krise zu retten.
Wir müssen unsere Schwäche als Kraft nutzen, um die großen Mächte zu bewegen. Den vollständigen Horror nutzen—das Kind, das am Straßenrand starb. Es sind einzelne Menschen, die zu Hunderttausenden sterben. Ermordet von Leuten, die Sie als salonfähig empfangen.
Und die Gesichter, die Individualität, die mögliche Zukunft dieses Kindes? Haben wir dieses sterbliche Dasein nur für Vergnügen genutzt, oder das uns gegebene Talent bereichert zurückgegeben?
Wir sind verantwortlich für das, was wir anderen antun! Wer weiß, welches Potenzial verloren geht, wenn ein Kind am Straßenrand stirbt?
C Von Helga Zepp-LaRouche
Zehn Prinzipien einer neuen internationalen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur
Vorgeschlagen von Helga Zepp-LaRouche, Gründerin des Schiller-Instituts, am 30. November 2022.
Helga Zepp-LaRoucheGründerin des Schiller-Instituts
Erstens: Die neue internationale Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur muss eine Partnerschaft vollkommen souveräner Nationalstaaten sein, die auf den Fünf Prinzipien der friedlichen Koexistenz und der UN-Charta beruht.
Zweitens: Die absolute Priorität muss darin bestehen, die Armut in jeder Nation auf diesem Planeten zu überwinden, was leicht möglich ist, wenn die vorhandenen Technologien zum Nutzen des Gemeinwohls eingesetzt werden.
Drittens: Die Lebenserwartung aller Menschen muss durch den Aufbau moderner Gesundheitssysteme in jedem Land der Erde auf ihr volles Potential verlängert werden. Das ist auch der einzige Weg, wie die gegenwärtigen und zukünftigen potentiellen Pandemien überwunden oder verhindert werden können.
Viertens: Da die Menschheit die bisher einzige bekannte kreative Gattung im Universum ist, und angesichts der Tatsache, dass die menschliche Kreativität durch die potentiell grenzenlose Entdeckung neuer universeller Prinzipien die einzige Quelle des Reichtums ist, muss eines der Hauptziele der neuen internationalen Sicherheits- und Entwicklungsarchitektur darin bestehen, jedem lebenden Kind und Erwachsenen Zugang zu universeller Bildung zu verschaffen. Die wahre Natur des Menschen ist es, eine schöne Seele zu werden, wie Friedrich Schiller es erörtert, und der einzige Mensch, der diese Bedingung erfüllen kann, ist das Genie.
Fünftens: Das internationale Finanzsystem muss neu geordnet werden, damit es produktive Kredite zur Verwirklichung dieser Ziele bereitstellen kann. Ein Bezugspunkt kann das ursprüngliche Bretton-Woods-System sein, wie Franklin D. Roosevelt es beabsichtigt hatte, das aber wegen seines frühen Todes nie verwirklicht wurde, sowie die von Lyndon LaRouche vorgeschlagenen Vier Gesetze. Das Hauptziel eines solchen neuen Kreditsystems muss es sein, den Lebensstandard insbesondere der Nationen des Globalen Südens und der Armen im Globalen Norden dramatisch zu erhöhen.
Sechstens: Die neue Wirtschaftsordnung muss darauf ausgerichtet sein, die Voraussetzungen für moderne Industrien und Landwirtschaft zu schaffen, beginnend mit der infrastrukturellen Entwicklung aller Kontinente, die schließlich durch Tunnel und Brücken zu einer Weltlandbrücke verbunden werden.
Siebtens: Die neue globale Sicherheitsarchitektur muss das Konzept der Geopolitik beseitigen, indem sie die Teilung der Welt in Blöcke beendet. Die Sicherheitsinteressen jeder souveränen Nation müssen berücksichtigt werden. Kernwaffen und andere Massenvernichtungswaffen müssen sofort verboten werden. Durch internationale Zusammenarbeit müssen die Mittel entwickelt werden, um Kernwaffen technologisch obsolet zu machen, wie es ursprünglich mit dem Vorschlag beabsichtigt war, der als SDI bekannt wurde — von LaRouche angeregt und von Präsident Reagan der Sowjetunion als Angebot unterbreitet.
Achtens: In früheren Zeiten konnte eine Zivilisation in einem Winkel der Welt untergehen, und der Rest der Welt erfuhr es aufgrund der großen Entfernungen und der langen Reisezeiten erst Jahre später. Jetzt sitzt die Menschheit zum ersten Mal — wegen der Kernwaffen, Pandemien, des Internets und anderer globaler Wirkungen — in einem Boot. Deshalb kann eine Lösung für die existentielle Bedrohung der Menschheit nicht mit Hilfe sekundärer oder partieller Arrangements gefunden werden, sondern die Lösung muss auf der Ebene jenes höheren Einen gefunden werden, das mächtiger ist als das Viele. Es erfordert das Denken auf der Ebene der Coincidentia Oppositorum, des Zusammenfalls der Gegensätze, des Nikolaus von Kues.
Neuntens: Um die Konflikte zu überwinden, die aus dem Streit der Meinungen entstehen — die Methode, mit der Imperien die Kontrolle über ihre Untertanen aufrechterhalten haben —, muss die wirtschaftliche, soziale und politische Ordnung mit der Gesetzmäßigkeit des physikalischen Universums in Übereinstimmung gebracht werden. In der europäischen Philosophie wurde dies als Übereinstimmung mit dem Naturrecht erörtert, in der indischen Philosophie als Kosmologie, und in anderen Kulturen finden sich entsprechende Begriffe. Moderne Wissenschaften wie die Weltraumforschung, die Biophysik oder die Kernfusionsforschung werden das Wissen der Menschheit über diese Gesetzmäßigkeit ständig erweitern. Eine ähnliche Übereinstimmung findet sich in den großen Werken der klassischen Kunst verschiedener Kulturen.
Zehntens: Die Grundannahme des neuen Paradigmas ist, dass der Mensch von Grund auf gut und fähig ist, die Kreativität seines Geistes und die Schönheit seiner Seele unendlich zu vervollkommnen, und dass er die am weitesten entwickelte geologische Kraft im Universum ist, was beweist, dass die Gesetzmäßigkeit des Geistes und die des physikalischen Universums in Entsprechung und Übereinstimmung stehen, und dass alles Böse das Ergebnis mangelnder Entwicklung ist und deshalb überwunden werden kann.
Eine neue Weltwirtschaftsordnung ist im Entstehen, an der die große Mehrheit der Länder des Globalen Südens beteiligt ist. Die europäischen Nationen und die USA dürfen diese Bestrebungen nicht bekämpfen, sondern müssen Hand in Hand mit den Entwicklungsländern zusammenarbeiten, um die nächste Epoche der Entwicklung der menschlichen Gattung zu gestalten — damit sie zu einer Renaissance der höchsten und edelsten Ausdrucksformen der Kreativität wird!
Lasst uns deshalb eine internationale Bewegung von Weltbürgern schaffen, die zusammenarbeiten, um die nächste Phase in der Evolution der Menschheit, die neue Epoche, zu gestalten! Weltbürger aller Länder, vereinigt euch!
Anfang der 1990er Jahre von Lyndon und Helga Zepp-LaRouche als globale Politik des „Friedens durch Entwicklung“ konzipiert — Korridore aus Schienen, Wasserwegen und Energie, die alle Kontinente vereinen. Klicken Sie auf einen pulsierenden Marker, um ein ausgewähltes Projekt zu erkunden.
Klicken Sie auf einen Marker, um ein Projekt zu erkunden
Eine Fünfzig-Jahres-Entwicklungsperspektive für Palästina und Israel, erstmals 1975 von Lyndon LaRouche vorgeschlagen: Frieden, der nicht auf Papierverträgen beruht, sondern auf der physischen Wirtschaft — Wasser, Energie und Verkehr für alle Völker der Region.
Kernkraftgestützte Entsalzung schafft reichlich Süßwasser, wo die Geopolitik heute um Knappheit kämpft
Neue Kanäle, Schienenkorridore und Entwicklungsstädte binden die Region in die Weltlandbrücke ein
Entwicklung als wahre Grundlage eines dauerhaften Friedens
▶▶ Zum Abspielen klicken — das Video wird von YouTube (Google) geladen. Datenschutz
Ausgewähltes Projekt · Afrika
Transaqua
Das große Projekt zur Wiederauffüllung des Tschadsees — ein kleiner Teil des Wassers des Kongobeckens wird durch einen rund 2.400 km langen schiffbaren Kanal nach Norden geleitet und bringt Wasser, Energie und Verkehr ins Herz Afrikas.
Würde rund 40 Millionen Menschen in 12 Ländern zugutekommen
Eine schiffbare Wasserstraßen-Achse für das afrikanische Binnenland: Bewässerung, Wasserkraft und Handel
Stellt den schrumpfenden Tschadsee wieder her — und macht aus einer Sicherheitskrise einen Entwicklungsmotor
▶▶ Zum Abspielen klicken — das Video wird von YouTube (Google) geladen. Datenschutz
Ausgewähltes Projekt · Südamerika
Hafen Chancay & der Bioceanic-Korridor
⬡ Entwurfstext — das Pamphlet lässt diesen Abschnitt offen; die folgenden Projekte stammen von der Weltlandbrücken-Karte und können ersetzt werden.
Der Tiefwasserhafen von Chancay in Peru, der tiefste Südamerikas, wird mit einem bioceanischen Schienenkorridor verbunden, der die Pazifikküste mit der Atlantikküste Brasiliens verknüpft — die Schiffszeiten von Shanghai nach Südamerika verkürzen sich um bis zu ein Viertel, und das Innere des Kontinents öffnet sich der Entwicklung.
Über 8.000 direkte Arbeitsplätze und geschätzte 4,5 Milliarden Dollar Jahresumsatz
Eine Schienenachse vervielfacht die Wirkung des Hafens über den ganzen Kontinent
⬡ Platzhalter — das ausgewählte Bronx-Projekt wird noch bekanntgegeben.
Die Weltlandbrücke handelt nicht nur von fernen Kontinenten — sie ist eine Mission für jede Gemeinde. Der Bronx-Abschnitt wird die lokale Organisierungsarbeit der Jugendbewegung und ein konkretes Entwicklungsprojekt für New York vorstellen, das das Viertel mit der Welt verbindet.
Text zum ausgewählten Projekt folgt
Lokale Aktivitäten und Veranstaltungen der Jugendbewegung
Wie man vor Ort mitmachen kann
▶▶ Zum Abspielen klicken — das Video wird von YouTube (Google) geladen. Datenschutz
E Der Globale Süden
Stimmen der Weltmehrheit
Eine Reihe von Videointerviews mit Vertretern des Globalen Südens — Staatsmännern, Wissenschaftlern und Jugendführern — vom YouTube-Kanal von Executive Intelligence Review.
▶▶ Zum Abspielen klicken — das Video wird von YouTube (Google) geladen. Datenschutz
Dr. Seyed Mohammad Marandi: Causes of the War Against Iran and the Prospects for PeaceDr. Seyed Mohammad Marandi — Professor, University of Tehran
▶▶ Zum Abspielen klicken — das Video wird von YouTube (Google) geladen. Datenschutz
Dignity in the Face of Genocide and War: The Mission of Yemen's YouthFadel Abdo Al-Dhyani — head of the Youth Development Association of the Republic of Yemen
▶▶ Zum Abspielen klicken — das Video wird von YouTube (Google) geladen. Datenschutz
Kissinger's Ghost vs. The New Africa: David Hundeyin on NSSM 200 & the BRICS ParadigmDavid Hundeyin — journalist and founder of The Spearhead
“…we seek to be free from oligarchy, because not to do so would be to betray the divine spark of reason in ourselves and in others.”
— Lyndon LaRouche, 1990 · “In the Garden of Gethsemane”
Highlights · Dezember 2025
Internationale Online-Jugendkonferenz „Jugend der Welt, vereint euch!“
Junge Menschen von sechs Kontinenten kamen online zusammen, um den Kampf für ein neues Paradigma aufzunehmen. Schauen Sie sich die Highlights an und nehmen Sie dann Ihren Platz ein in dem, was kommt.
EIR · Wochenzeitschrift
Abonnieren Sie Executive Intelligence Review
Die von Lyndon LaRouche gegründete Wochenzeitschrift. Studieren Sie die Ideen hinter der Bewegung.